Freitag, 4. Dezember 2015

Hackbraten im Blätterteigmantel

Hackbraten ist eindeutig ein Herbst/Wintergericht und dazu noch "comfort food" vom Feinsten. Wie ja mittlerweile hinreichend bekannt sein dürfte, bin ich ein großer Blätterteig-Fan, dieses Rezept war also wie für mich gemacht. Im Original wird der Hackbraten mit einer Pilzfarce (ähnlich wie beim Beef-Wellington) unterlegt, aber wenn ich ehrlich bin, kann man sich die Mühe auch sparen. Schmeckt nicht schlecht, ist aber den Aufwand nicht wert. Der Hackbraten kommt auch ohne die Pilze ganz hervorragend aus. Zusätzliches Plus: die Reste kann man am nächsten Tag wunderbar einfach aufwärmen (wobei ich empfehle vorher den Blätterteig zu entfernen, der wird matschig). Das Originalrezept stammt von Essen & Trinken, ist hier allerdings etwas abgewandelt/vereinfacht.

(Wer im Übrigen etwas kreativer sein möchte, könnte das gemischte Hackfleisch auch durch Lammhack ersetzen und anstatt des Parmesans Fetakäse verwenden.)


Zutaten
:

400 g Rinderhack
400 g gemischtes Hackfleisch
2 trockene Brötchen vom Vortag
2 Schalotten
2 Knoblauchzehen
1 TL Thymian (getrocknet)
150 ml Sahne
2 Eier
2 EL Worcestershiresauce
2 EL Tomatenmark
60 g fein geriebener Parmesan
1 Rolle fertigen Blätterteig
1 Eigelb 
Salz & Pfeffer 

Zubereitung:

1. Schalotten und Knoblauch fein hacken und in einer Pfanne in etwas Olivenöl circa 5 min anschwitzen. Thymian untermischen und die Sahne angießen. Aufkochen und zur Seite stellen.

2. Brötchen fein würfeln und mit der Schalotten-Sahne übergießen. 10 min einweichen lassen.

3. Fleisch mit einer ordentlichen Prise Salz, frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer, Tomatenmark, Worcestershiresauce, Eiern, Parmesan und den eingeweichten Brötchen gründlich vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Die Fleischmasse auf einem Backblech (mit Backpapier ausgelegt) zu einem Hackbraten formen (circa 25 cm Länge) und im vorgeheizten Ofen bei 200°C (keine Umluft) 20 min garen.



5. Auf einem anderen Backblech (ebenfalls mit Backpapier ausgelegt), den Blätterteig ausbreiten und in der Breite etwas ausrollen. Den Blätterteig an den Längsseiten in Streifen shneiden: die Streifen sollten circa 3 cm breit und 8 cm lang sein (wichtig ist, dass die Teigfläche in der Mitte noch groß genug ist, um den Hackbraten daraufzulegen). Das Eigelb mit 2 EL kaltem Wasser vermischen und den Blätterteig damit bestreichen.

6. Den vorgegarten Hackbraten auf den Blätterteig legen und die Streifen über der Hackmasse drapieren. Teigreste kann man zustätzlich in die Mitte längs über den Braten legen (siehe Bild). Den Teig von außen mit den restlichen Eigelb bestreichen.

7. Den Hackbraten weitere 35 min im Ofen garen (hierbei kann man nun auf 180°C Umluft umsteigen). Sollte der Teig zu dunkel werden, einfach mit etwas Backpapier abdecken. 


Samstag, 7. November 2015

Hot Chocolate Fudge Sauce

Diesen Titel kann man einfach nicht übersetzen, denn ein einfaches "Schokoladensoße" würde dieser Kreation in kleinster Weise gerecht werden. Chocolate Fudge ist ein amerikanischer Favorite und wird vor allem verwendet um dekadente "Ice Cream Sundaes" zu machen, ein Traum aus Vanilleeis, Karamell, Sahne und (natürlich) Chocolate Fudge. Rezepte gibt es wie Sand am Meer, dieses hier, von The Browneyed Baker, hat den Charme, dass es sehr einfach herzustellen ist. Die Angaben sind dieses Mal in Cups und ich kann jedem nur empfehlen sich bei Gelegenheit einen Satz dieser praktischen Messtöpfchen zuzulegen. Das erspart einem das nervige Umrechnen :-)



Zutaten (ausreichend für circa 6-8 Eisbecher):

2/3 cup Sahne (hier sollte man sogenannte "Heavy Cream" benutzen, die 30-40% Fettanteil hat - alternativ eignet sich wahrscheinlich eine Mischung aus Sahne und Creme Fraiche)
1/2 cup ml Ahornsirup(*)
4 EL Zucker
1/3 cup Brauner Zucker
1/4 cup Kakaopulver (ungesüßt)
170 g dunkle Schokolade
2 EL Butter
1 Prise Salz

Zubereitung:

1) Alle Zutaten mit Ausnahme von circa 80 g der Schokolade und der Butter in einen Topf geben und langsam zum Kochen bringen. Temperatur reduzieren und weitere 5 min köcheln lassen. 

2) Den Topf vom Herd nehmen und die verbleibende Schokolade und die Butter unterrühren bis beides geschmolzen ist. In Gläser füllen und abkühlen lassen.

3) Vor der Verwendung aufwärmen.

(*) Eigentlich wird in dem Rezept Golden Syrup verwendet, den man bei uns leider nur schlecht bekommt. Ich habe hier Ahornsirup und etwas Zucker genommen (der Ahorsirup ist nicht so süß wie Golden Syrup). Wer den Syrup bekommt, lässt also einfach die 4 EL Zucker weg. 

Sonntag, 11. Oktober 2015

Ziegenkäsetarte mit Feigen

Eine geniale Vorspeise! Feigen und Ziegenkäse bilden eine perfekte Kombination. Der Serano-Schinken fügt dem Ganzen eine gewisse Würze hinzu, Vegetarier können ihn aber auch einfach weglassen ohne dem Gericht gravierenden Schaden hinzuzufügen.



Zutaten:

Für den Teig:

300 g Mehl
150 g kalte Butter (in kleine Würfel geschnitten)
1/2 TL Salz
2 Eigelb

Für die Füllung:

250 g Creme Fraiche
3 Eier
1 Rolle Ziegenkäse
4 Feigen
4 Scheiben Serano-Schinken
Salz, Pfeffer
1 TL frisch gehackten Thymian (optional)

Außerdem:

Linsen (o.Ä.) und Backpapier zum Blindbacken

Zubereitung:

1. Für den Teig alle Zutaten in einer Schüssel vermischen und zügig zu einem glatten Teig verarbeiten. Das ist am Anfang nicht so ganz einfach, da der Teig zunächst sehr trocken wirkt. Sobald die Butter anfängt etwas wärmer zu werden, gibt sich das aber von alleine. Hier ist allerdings Vorsicht geboten: der Teig darf auf keine Fall zu lange geknetet werden, sonst wird er hinterher nicht so schön mürbe. Also schnell und zügig arbeiten und aufhören zu kneten sobald der Teig zusammenkommt. Den Teig zu einem flachen Kreis formen, in Klarsichtfolie einwickeln und für mindestens 1h in den Kühlschrank legen.

2. Wenn der Teig geruht hat, aus dem Kühlschrank holen und circa 10 min etwas aufwärmen lassen (sonst kann man ihn nicht ausrollen). Nun gibt man den Teig zwischen zwei Schichten Klarsichtfolie und rollt in dünn aus. Natürlich kann man das auch mithilfe von Mehl und ohne Klarsichtfolie machen, aber es ist wesentlich einfacher den Teig in die Quiche-Form zu transportieren, wenn ihr den Teig auf Folie ausrollt. Die Quiche-Form mit Butter bestreichen und den Teig in die Form geben. Am Rand andrücken und überstehenden Teig mit dem Messer abschneiden. Den Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen (das verhindert, dass sich Luftblasen bilden). 

3. Nun zum Blindbacken. Der Sinn des Blindbackens ist es, sicher zu stellen, dass der Teig beim Backen der Quiche nicht durchweicht, sondern schön trocken ist. Zum Blindbacken belegt man zunächst den Teig mit Backpapier (wenn man das Backpapier vorher einmal zusammenknüllt, lässt es sich hinterher einfacher handhaben) und füllt die Form dann mit Linsen o.Ä.. Dann wandert das Ganze für 10 min bei 180°C in den Ofen. Abkühlen lassen, Backpapier und Linsen entfernen. 

4. Ist der Teig abgekühlt, geht es mit der Füllung weiter. Hierfür einfach die Eier und die Creme Fraiche mit etwas Salz und Pfeffer vermischen und in die Form gießen. Nicht wundern, wenn es zunächst so wirkt, als wäre die Quiche nur halbvoll, das ändert sich gleich. Nun gibt man den Ziegenkäse (ich habe die Rolle der Länge nach geviertelt und das Ganze dann in Stücke geschnitten), den Schinken und die Feigen (geviertelt) dazu. Mit dem Thymian bestreuen und bei 180°C 35-45 min backen, bis die Oberfläche der Tarte etwas Farbe angenommen hat und die Flüssigkeit gestockt ist. 

5. Den Quiche serviert man am besten lauwarm. 

Das Rezept ist eine Adaption von: http://baketotheroots.de/de/

Sonntag, 20. September 2015

Schnelle Mini-Würstchen-Wellingtons

Dieses Rezept war ein Zufallsprodukt. Eigentlich stand an dem Abend Schweinefilet in Blätterteig auf dem Menü, ich brauchte aber noch etwas für die Kinder und dabei sind diese kleinen Leckereien herausgekommen. Die Pilz-Speck-Zwiebel Masse hatte ich ohnehin schon fertig, der Spinat war schnell gemacht und für die Fleischfüllung habe ich einfach den Inhalt von zwei groben Bratwürstchen verwendet. Das Ganze könnte ich mir auch gut als Hauptspeise für die Erwachsenen vorstellen, oder auch, vielleicht in Miniaturform, als Canape für die nächste Party.



Zutaten (für 2):

Blätterteig (ich habe hier ungefähr die Hälfte einer frischen Blätterteigrolle verwendet)
2 Handvoll brauner Champignons
3 Scheiben Bacon
1 mittelgroße Zwiebel
1 Ei
2 grobe Bratwürstchen, ausgelöst
cira 4 EL TK Spinat (aufgetaut)
2 EL Sahne
1 Schuss Weißwein 
1/2 TL Thymian

Zubereitung:

1. Zwiebel, Pilze und Bacon fein (!) würfeln. Den Bacon scharf abraten bis er etwas Farbe angenommen hat. Dann die Zwiebeln dazugeben. Sobald die Zwiebeln weich sind, kommen die Pilze hinzu. Mit einer kleinen Prise Salz, frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und dem Thymian würzen. Nach ein paar Minuten den Wein dazugeben und warten bis die Flüssigkeit verkocht ist. Zuletzt kommt die Sahne dazu. Einige Minuten später sollte diese ebenfalls absorbiert sein und eine recht dicke Masse entstanden sein. Auf einen Teller geben und um Abkühlen zur Seite stellen.

2. Die restliche Zwiebel in etwas Butter anschwitzen und den Spinat dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Ebenfalls zum Abkühlen zur Seite stellen.





3. Nun rollt man den Blätterteig aus und schneidet ihn in 2 gleichmässige Rechtecke (circa 20x10cm). Die Würstchenmasse darauf verteilen und mit jeweils 1-2 EL Pilzmasse und Spinat belegen. Die Ränder des Blätterteigs mit dem Eiweiß bepinseln und so einklappen, dass in der Mitte eine Öffnung bleibt. 

4. Den Teig von außen mit Eigelb bestreichen und die Mini-Wellingtons bei 180°C Umluft 20 min backen.




Montag, 14. September 2015

Himbeer-Trifle-Traum

Dieses Dessert-Rezept kann ich gar nicht genug anpreisen. Es ist einfach, geht wahnsinnig schnell, man bekommt alle Zutaten im Supermarkt um die Ecke und es mach auch noch was her. Oh, und meinen Gästen hat es so gut geschmeckt, dass am Ende des Abends tatsächlich die ganze Schüssel komplett leer war.



Zutaten:

900 g TK Himbeeren
500 g Marscarpone
500 ml Joghurt (mindestens 3,5%)
1 Becher Sahne
1 Paket Vanillezucker
circa 5 EL Zucker
1 Limette
1 Paket "Wiener Boden" von Lieken Urkorn

Zubereitung:

1. Himbeeren aus dem Tiefkühlfach nehmen, auf einem Blech ausbreiten und mit 1 EL Zucker bestreuen. Zur Seite stellen bis die Himbeeren angetaut sind. 

2. Mascarpone mit dem Joghurt, dem Vanillezucker und dem restlichen Zucker vermischen. Den Abrieb der Limette und 1-2 EL Limettensaft dazugeben. In einer separaten Schüssel die Sahne steif schlagen und vorsichtig unter die Mascarpone-Joghurt Creme heben. Abschmecken.

3. Den Trifle in einer Schüssel schichten. Dabei empfehle ich die Tortenböden nicht direkt auf die Himbeeren zu legen, sondern immer eine Schicht Creme dazwischen zu geben (der Tortenboden saugt sich sonst mit dem Himbeersaft voll, was nicht so schön aussieht). Also: Himbeeren, Creme, Tortenboden, Creme, Himbeeren, Creme, Tortenboden, usw. Die oberste Schicht sollte aus Himbeeren bestehen. 

4. Den fertigen Trifle 1-2 Stunden in den Kühlschrank stellen.


Montag, 31. August 2015

Peanutbutter Cookies: auf in die nicht-mehr-Bikini-Zeit!

Erdnussbutter spaltet die Gemüter ja etwas. In den USA ist sie quasi allgegenwärtig, in Europa eher selten. Das liegt meiner Meinung nach auch daran, dass ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten hierzulande vollkommen unterschätzt werden. Dabei kann Erdnussbutter wesentlich mehr als den schnöden P&J Sandwich. Unter anderem habe ich sie schon als Salatdressing und als Basis für leckere Soßen verwendet. Heute bin ich etwas klassischer unterwegs: Gordon Ramsay's Keksvariante des P&J Sandwich. Macht nicht unbedingt schlank, aber ab morgen soll es ja eh kälter werden :-)



Zutaten (für 30 Kekse):

185 g Mehl (gesiebt)
1 TL Backpulver
1 Prise Meersalz
125 g weiche Butter
325 g Erdnussbutter (ohne Stückchen)
185 g braunen Zucker
3 EL Milch
1 Vanilleschote
1 Ei
circa 100 g Himbeermarmelade

Zubereitung:

1. Ofen auf 180°C vorheizen.

2. Mehl, Backpulver und das Salz in einer Schüssel vermischen.

3. Butter, 200 g Erdnussbutter und den Zucker mit dem Handrührgerät so lange mixen, bis die Mischung eine cremig, leichte Konsistenz erreicht hat. 

4. Die Milch, das Ei und das ausgekratzte Vanillemark unterrühren. Dann langsam die Mehlmischung dazugeben. 

5. Den Teig in 30 Portionen teilen und mit bemehlten Händen circa walnussgroße Kugeln formen. Leicht flach drücken und auf ein Backblech mit Backpapier legen.

6. Mit den Zeigefinger eine Mulde in der Mitte der Kekse formen und mit jeweils 1/2 TL Erdnussbutter und 1/2 TL Himbeermarmelade füllen.

7. Die Kekse in den vorgeheizten Ofen geben und circa 12-15 min backen. Dabei sollte man darauf achten, dass die Kekse noch etwas weich sein, wenn man sie aus dem Ofen nimmt - lässt man sie zu lange drin, verlieren sie ihre weiche, krümelige Konsistenz. 

Sonntag, 16. August 2015

Shakshouka: Eier aus der Hölle

Shakshouka ist ein Rezept, dass aus dem Mittleren Osten stammt und sich perfekt für ein schnelles Feierabend-Essen eignet. Die Zutaten sind überschaubar und eigentlich überall erhältlich. Wichtig ist nur, dass man wirklich gute und vor allem reife Tomaten verwendet. Und zwar nicht die Variante, die zu 90% aus Wasser bestehen, sondern fleischige Coeur de Boeuf Tomaten. Dazu serviert man einfach etwas Baguette oder (meine Präferenz) ein gutes dunkles Vollkornbrot.



Zutaten (für 2):

800 g Ochsenherztomaten
1 Knoblauchzehe
1 rote und eine grüne Paprika
150 g Zwiebeln
1 rote Chili
1/2 Bund glatte Petersilie
1 handvoll schwarzer Kalamata Oliven (entkernt)
1 TL Kreuzkümmel (gemahlen)
1 TL Kurkuma
1 TL Paprika edelsüß
1/4 TL Zimt (gemahlen)
4-5 Freiland Eier
Salz 
Peffer
Olivenöl

Zubereitung:

1. Zwiebeln und Paprika in feine Streifen schneiden. Knoblauch würfeln, Chili in dünne Ringe schneiden. Alles in etwas Olivenöl in einer beschichten Pfanne anbraten, bis das Gemüse beginnt weich zu werden (circa 5 min).


2. Gewürze (Kreuzkümmel, Kurkuma, Paprika, Zimt, eine ordentliche Prise Salz und frisch gemahlenen Pfeffer) dazugeben und gut unterrühren. In der Zwischenzeit die Tomaten grob würfeln und ebenfalls in die Pfanne geben. 

3. Das Ganze muss nun circa 20 min bei mittlerer Hitze eingekocht werden, bis eine dicke, stückige Soße entstanden ist. Mit Salz, Pfeffer und evtl. etwas Zucker oder Honig abschmecken. Sollte die Soße nicht scharf genug sein, einfach mit etwas Chilipulver nachhelfen.


4. Nun formt man mithilfe eines Löffels nacheinander 4-5 Mulden in die Soße und gibt die Eier hinein. Diese lässt man nun bei mittlerer Hitze stocken, bis dass Eiweiß fest ist, das Eigelb aber weiterhin weich ist (circa 5 min). Man kann den Deckel schließen, um den Process zu beschleunigen, das führt aber leicht dazu, dass auch das Eigelb fest wird. 

5. Petersilie und Oliven grob hacken und auf den Eiern verteilen.



Rezept von www.chocolateandzucchini.com