Sonntag, 7. Oktober 2012

Ingwer-Limetten Limonade

Diese Limonade wurde in einem Japanischen Restaurant in Kopenhagen serviert und war so lecker, dass ich mich gleich daran gemacht habe sie herzustellen. Es hat ein bisschen gedauert bis ich die Mengenverhältnisse raus hatte, das Resultat ist aber erfreulich. Die Limonade ist sehr erfrischend im Geschmack und hat durch den Ingwer eine leichte Schärfe. Im Winter kann man diese Kombination auch heiß als Tee trinken, ich finde die kalte Variante aber fast noch besser. 


Zutaten: 
1,5l Wasser
200ml Limettensaft (frisch gepresst, man braucht circa 10 Limetten)
120gr Ingwer
100gr Zucker


Zubereitung: 

1. Den Limettensaft mit dem Wasser und dem Zucker in einen Topf füllen. Den Ingwer schälen und in Scheiben schneiden und ebenfalls in den Topf geben. Die Mischung zum kochen bringen, ein paar Minuten kochen lassen und dann vom Herd nehmen. 

2. Bei geschlossenem Deckel lässt man das Ganze nun 3-4 Stunden ziehen. Dann abschmecken (evtl. muss man noch etwas Zucker hinzufügen), durch ein Sieb giessen und in Flaschen abfüllen. 

3. Getrunken wird die Limonade kalt, am besten mit Eiswürfeln und ein paar Blättchen Minze. 

Rinderfilet auf Salzkruste

Wenn man gerne Fleisch ist, dann ist das Rinderfilet auf Salzkruste ein Muss. Das Rezept ist extrem einfach, und es funktioniert immer (Ehrenwort!!!). Wichtig ist vor Allem, dass das Fleisch von höchster Qualität ist. Wer hier versucht zu sparen, sollte lieber ein Schnitzel in die Pfanne hauen. Also, auf zum Metzger und lieber etwas tiefer in den Geldbeutel greifen. Glaubt mir, es lohnt sich.



Zutaten (für 2): 
400-500gr Rinderfilet am Stück (Wichtig: es MUSS das Mittelstück sein, nur dann ist es gleichmäßig dick!)
500gr grobes Salz
Schwarzer Pfeffer aus der Mühle




Zubereitung: 

1. Etwa 2 Stunden bevor ihr loslegen wollt, solltet ihr das Fleisch aus dem Kühlschrank holen damit es Zeit hat aufzuwärmen. NIEMALS sollte man Fleisch direkt aus dem Kühlschrank verwenden, der Kern ist zu kalt und bleibt roh, während die äußere Schicht schon schwarz wird. Das Fleisch einfach mit etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer einreiben und zur Seite legen. 

2. Den Backofen auf 250°C vorheizen (keine Umluft).

3. Das Salz in einer Schüssel mit 2-3 EL Wasser vermischen und auf einem Backblech verteilen. Man muss nicht das ganze Backblech bedecken, die Salzfläche muss nur groß genug sein um darauf bequem die beiden Filetstücke unterzubringen ohne, dass sie dicht an dicht liegen. Alternativ kann man auch (siehe Foto) ein kleineres Pizzablech nehmen. 




4. Sobald der Ofen heiß ist, das Blech mit dem Salz in den Ofen schieben (mittlere Schiene). Das Salz bleibt jetzt 15min im Ofen, danach hat sich eine feste Salzkruste gebildet. Jetzt legt man die beiden Fleischstücke einfach auf das Salz.

5. Das Fleisch muss exakt 9 Minuten pro Seite im Ofen bleiben. Danach wird das Fleisch rausgeholt, lose in Alufolie verpackt und 15 Minuten zur Seite gelegt um zu ruhen. Es ist sehr wichtig sich diese Zeit zu nehmen, da das Fleisch nur dann auch wirklich zart bleibt. Und keine Angst, das Fleisch wird weder kalt, noch wird es durch! 

6. Nachdem das Fleisch seine 15 min entspannt hat könnt ihr es servieren. Dazu schneidet man das Fleisch in dünne Scheiben. Die Teller sollte man leicht vorwärmen. 

Ein kurzer Hinweis zum Garpunkt: ich gehe in diesen Rezepten immer davon aus, dass die meisten Leute ihr Rinderfilet medium oder medium-rare essen. Solange das der Fall ist, sind die 9 Minuten pro Seite, die ich in diesem Rezept angegeben habe, perfekt. Das Fleisch an den Seiten wird eher medium sein, das in der Mitte eher in Richtung medium-rare. Sollte jemand sein Filet lieber durch wollen, würde ich empfehlen ein paar Scheiben abzuschneiden und diese separat noch mal kurz in den Ofen zu legen.

Dazu passen Sauce Bernaise, Pommes, und Salat. Wenn  man den Aufwand mit der Bernaise nicht haben will ist es aber auch nicht schlimm, ein bisschen Meersalz und Pfeffer reichen auch.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Züricher Geschnetzeltes

Nachdem ich heute mittag schon die Serviettenknödel vorbereitet hatte, habe ich heute Abend das dazugehörige Züricher Geschnetzelte gemacht. Meine Eltern leben in der Nähe von Zürich, da ist es quasi Vorraussetzung dieses Gericht zu beherrschen. Das Rezept ist wahrscheinlich nicht gerade traditionell, aber es funktioniert. Und darum geht es uns ja schliesslich. Nicht der Weg ist das Ziel, sondern das Resultat. Serviettenknödel als Beilagen mag seltsam erscheinen, normalerweise sind es ja eher Rösti, aber die habe ich mir für einen anderen Tag aufgehoben. Hier also das Züricher Geschnetzelte.




Zutaten (für 4): 

600gr Kalbsfleisch (am besten lässt man sich Schnitzel schneiden)
200ml Sahne
150ml Weisswein
100ml Kalbsfond
8-10 kleine Schalotten
300gr Champignons
25ml Sojasauce
25ml Sherry (trocken)
2TL Speisestärke
Butterschmalz


Zubereitung: 

1. Die Schnitzel quer zur Faser in dünne Streifen schneiden und das Fleisch in eine Schüssel geben. Den Sherry mit der Soja Sauce und der Stärke mischen und zu dem Fleisch geben. Alles gut durch rühren und 15min marinieren lassen. 

2. In der Zwischenzeit die Pilze in Scheiben und die Schalotten in Ringe schneiden. 





3. Das Fleisch auf etwas Küchenrolle ausbreiten und abtupfen (damit beim Anbraten nicht mehr zu viel Flüssigkeit am Fleisch ist). Danach portionsweise in Butterschmalz anbraten. Wichtig: nie zu viel Fleisch auf einmal in die Pfanne geben, sonst kocht das Fleisch und wird zäh. Die Pfanne sollte sehr heiss sein, dann muss mal das Fleisch nicht länger als 1-2 Minuten anbraten. 

4. Das angebratene Fleisch nun in einer Schüssel beiseite stellen und in der selben Pfanne die Schalotten und die Pilze scharf anbraten bis die Pilze braun sind. Danach die Brühe, den Wein, und die Sahne dazugeben und circa 5 Minuten leicht kochen lassen. 

5. Kurz vor dem Servieren das Fleisch (samt Fleischsaft) in die Pfanne geben und alles gut durchmischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Wenn man Kalbfleisch richtig behandelt bleibt es wunderbar zart. Also sollte mal bei diesem Rezept vor allem drauf achten das Fleisch nur kurz aber scharf anzubraten und hinterher nicht mehr lange in der Soße kochen zu lassen.

Gutes Gelingen!

Willkommen im Serviettenknödelhimmel!

Serviettenknödel sind im Prinzip eine einfache Angelegenheit, machen aber viel her. Bei selbstgemachten Knödeln stellen sich die meisten Leute vor, dass man stundenlang in der Küche geackert hat. Zugegeben, Kartoffelknödel sind tatsächlich nicht ganz so simpel und schnell in der Herstellung, Serviettenknödel hingegen sind weit weniger kompliziert. Und wenn man die gebratene Variante (siehe unten) wählt, kann man den Knödel auch ohne Probleme am Vortag vorbereiten.



Zutaten (für 4):
300gr Brötchen vom Vortag
220ml Milch
100gr Speck 
1 mittelgroße Zwiebel
1 Handvoll krauser Petersilie
2 Eier (Größe M)
Etwas Butter
Salz und Pfeffer
Muskatnuss

Zubereitung:

1. Zuerst schneidet man die Brötchen in Würfel und wärmt die Milch auf. Die Brötchenwürfel in eine große Schüssel geben und mit der warmen Milch begießen. Damit die Brötchen die Milch auch gut aufsaugen, empfiehlt es sich einen Teller auf die Mischung zu legen und mit ein paar Konservendosen zu beschweren. Das Ganze sollte gut 20min ziehen. 

2. In der Zwischenzeit die Zwiebel und den Speck fein würfeln und in der Butter andünsten. Vorsicht: die Zwiebeln sollten nicht braun werden! Den Speck und die Zwiebeln auf einen Teller geben und zum Abkühlen zur Seite stellen. 




3. Wenn die Brötchen die Milch aufgesogen haben und die Speck-Zwiebel Mischung abgekühlt ist, zusammen mit den 2 Eiern, der gehackten Petersilie, Salz, Pfeffer, und etwas geriebener Muskatnuss zu einem Teig verarbeiten. Der Teig bleibt relativ klebrig, aber das ist Sinn der Sache. 


4. Jetzt nimmt man einfach ein sauberes Küchenhandtuch, macht es mit lauwarmen Wasser nass und legt es auf die Arbeitsfläche. Den Knödelteig in die Mitte geben und zu einer Rolle formen (siehe Bilder). Das Handtuch aufrollen und an den Enden zusammenbinden - man hat jetzt quasi ein Knödelbonbon. 




5. Der Knödel wird jetzt in siedendem Salzwasser 30min gegart (man kann dafür entweder einen länglichen Topf oder eine Pfanne nehmen, der Deckel sollte auf jeden Fall zu sein). Nach 30min rausholen und aus dem Handtuch rollen. 



6. Es gibt 2 Möglichkeiten den Serviettenknödel zu servieren. Entweder direkt so wie er ist, in Scheiben geschnitten, oder in etwas Butter angebraten. Letzteres ist vor allem dann praktisch wenn man den Knödel vorbereiten will. 

Dienstag, 2. Oktober 2012

Käse-Spinat Nudeln für die lieben Kleinen

Es gibt Gerichte die ich fast ausschliesslich für Kinder koche, die dann aber unweigerlich so gut schmecken, dass ich selber die Hälfte esse. Käse-Spinat Nudeln ist so ein Gericht. Es ist einfach zu kochen, dauert nicht lange, und ist trotzdem wahnsinnig lecker. Nicht ganz kalorienarm, aber ich rede mir einfach ein, dass die Zugabe von Spinat alles wieder wett macht. Und wo wir gerade über Spinat reden, es mag überraschen, dass ich meiner Tochter Spinat vorsetze, aber erstaunlicherweise isst sie ihn sogar ausgesprochen gerne (und zwar nicht nur den mit "Blubb"). Ihre Freundin guckte heute Abend zwar etwas skeptisch, hat aber rasch festgestellt, dass man Spinat essen kann ohne danach sofort tot vom Stuhl zu fallen! Man siehe an!



Zutaten (für 2): 
250gr Maccheroncini
150ml Sahne
1 Handvoll geriebenen Parmesan
1 kleines Stück St. Agur (oder einen anderen Schimmelkäse, von dem Stück im Bild habe ich übrigens nicht mehr als 1/4 verwendet)
1 mittelgrosses Ei
2 große Handvoll frischen Spinat (sonst auch gerne TK)
Salz, Pfeffer


www.kochen-ist-kein-Hexenwerk.blogspot.com


Zubereitung: 
1. Die Nudeln nach Anleitung in reichlich Salzwasser kochen. 

2. In der Zwischenzeit die Sahne, den Käse, das Ei und etwas Salz und Pfeffer in einer Schüssel verquirlen. Den Spinat waschen. 

3. Kurz bevor die Nudeln gar sind, mit einer kleinen Tasse etwas Kochwasser abschöpfen und zur Seite stellen. Die Nudeln abgiessen. Den Topf wieder auf den Herd stellen und den Spinat in etwas Olivenöl oder Butter zusammenfallen lassen (das dauert maximal 1 Minute). Die Nudeln untermischen. 

4. Jetzt kommt die Sahne dazu (hierbei sollte die Temperatur nicht mehr ganz so hoch sein, sonst gibt's Rührei!). Alles gut mischen und gegebenenfalls mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sollte die Mischung  zu dickflüssig sein, kann man das Kochwasser verwenden um das Ganze etwas zu verdünnen. 


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Die Nudeln mit etwas geriebenen Parmesan servieren. Fertig!

Übrigens, frischen Spinat bekommt man ja meistens in etwas größeren Beuteln - es bleibt also noch reichlich übrig. Daraus lässt sich in kürzester Zeit ein leckerer Salat zaubern: einfach eine Balsamico Vinaigrette mischen, etwas Speck würfeln und anbraten, und alles mischen. Ein bisschen Parmesan dazu und das war's.


Montag, 1. Oktober 2012

Paule's Schuedi

In diesem Fall sagt ein Bild eindeutig mehr als tausend Worte!

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Das Rezept kommt von Paule's Ki(t)chen...nachbacken loht sich! Im Originalrezept werden  Mirabellen verwendet, die Saison ist aber leider schon vorbei, also habe ich stattdessen Aprikosen verwendet was auch sehr lecker war. 

Zutaten:
350 gr Mehl Typ 550
160 gr Milch
20 gr Frischhefe
50 gr Butter
30 gr Rohrohrzucker
1 Ei
1 Teelöffel Salz

Für den Belag: 
15 gr Mohn, gemahlen
400 gr Aprikosen
80 gr sehr weiche Butter
2 Esslöffel Rohrohrzucker
Abrieb von 1 Zitrone
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung: 
1. Hefe in 3 Esslöffel Milch auflösen und beiseite stellen. Restliche Milch, Butter und Zucker erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist. Auf mindestens 38°C abkühlen lassen. Das Mehl in die Rührschüssel geben. Milchmischung hinzugeben, sowie Ei und aufgelöste Hefe. Das Ganze zu einem Teig verarbeiten und zugedeckt 40 Minuten ruhen lassen.

2. Eine runde Backform buttern und mehlieren oder mit Backpapier auskleiden. Den Teig kurz entgasen, rund formen und mit den Händen in die Form drücken. Zugedeckt ca. 40 Minuten gehen lassen.

Backofen rechtzeitig auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

3. In der Zwischenzeit Mohn in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis er anfängt zu duften. Abkühlen lassen. Aprikosen entsteinen und vierteln. Butter, Mohn, Zucker und Zitronenabrieb mit einer Gabel gut verrühren.

4. Mit dem Daumen dicht nebeneinander Vertiefungen in den Teig drücken. Buttermohnmischung mit einem kleinen Löffel in die Löcher verteilen und entsteinte Mirabellen reindrücken. In den Backofen geben und ca. 25 Minuten backen.

Abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben