Donnerstag, 1. Dezember 2016

Aloo Gobi: Indischer Blumenkohl

Blumenkohl steht ja nun bei den meisten Leuten nicht gerade in der Top 10 der Lieblingsgerichte. Ähnlich wie Rosenkohl, ist auch der Blumenkohl durch unschöne Kindheitserinnerungen an wässrig gekochtes Gemüse (ohne Geschmack, dafür aber in dicker Mehlschwitze serviert) vorbelastet. Zur Verarbeitung des Rosenkohltraumas hatte ich ja schon in der Vergangenheit beigetragen (Rosenkohl mit Maronen und Speck), heute ist der Blumenkohl dran.




Zutaten (für 4 Personen):

1 mittelgroßer Blumenkohl
2 große Kartoffeln
2 Knoblauchzehen
2 cm Stück frischer Ingwer
1/2 TL Kurkuma
1 TL gemahlener Kreuzkümmel (Cumin)
1 TL Currypulver
1/2 TL Zucker
1 Dose stückige Tomaten
1 kleine Chili
1 Handvoll Koriander 
1/2 Limette 

Zubereitung:

1. Blumenkohl putzen und in Röschen zerteilen. Kartoffeln schälen und in 2cm Würfel schneiden. Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und Koriander fein hacken. Chili halbieren und die Kerne entfernen.

2. Etwas Öl (wer hat, kann gerne Ghee verwenden) in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln langsam anschwitzen. Hierfür sollte man sich etwas Zeit lassen, es ist wichtig, dass die Zwiebeln schön weich werden, ohne dabei zu dunkel zu werden. Wenn die Zwiebeln weich sind, Knoblauch und Ingwer unterrühren. Die Gewürze dazugeben und alles zusammen weitere 1-2 Minuten anbraten.

3. Blumenkohl, Kartoffeln, Tomaten und die Chili dazugeben. Zucker untermischen und mit Salz würzen. Bei mittlerer Hitze bei geschlossenem Decken circa 25 min garen, bis das Gemüse weich ist. Dabei ab und zu durchrühren. 

Vor dem Servieren mit Koriander bestreuen und etwas Limettensaft dazugeben.






Freitag, 28. Oktober 2016

Ravioli mit Garnelen und Curry-Schaum

Vor einigen Wochen waren wir in der Kronenhalle essen (eine Institution in Zürich, an den Wänden hängen Gemälde von Chagall & Co, die in ihren Anfangszeiten anscheinend in Kunst gezahlt haben). Die Spezialität des Hauses, das doch etwas gewöhnungsbedürftige "Bollito Misto" haben wir gepflegt links liegen gelassen und stattdessen u.a. göttliche Ravioli gefüllt mit Garnelen, serviert mit einer leichten Currysoße geschlemmt. Ich habe mich nach meiner Rückkehr gleich ans Nachkochen gemacht. Hier ist das Resultat.

Kurzer Exkurs: Nudelteig ist denkbar einfach zu machen. Das Auswalzen etc. ist allerdings schon ziemlich aufwendig und lohnt sich meiner Meinung nach nur, wenn man gefüllte Nudeln herstellen will. Im Übrigen empfiehlt es sich eine etwas größere Menge Teig zu machen, den Rest kann man einfrieren. Von der hier angegebenen Menge Teig, braucht man für dieses Rezept circa ein Viertel.



Zutaten (für 4 als Vorspeise):

Für den Nudelteig ("Royal pasta dough" von Jamie Oliver):

400 g Nudelmehl (Tippo 00)
75 g Semolina (Hartweizengries)
12 Eigelb (große Eier)
2 EL Olivenöl

Für die Füllung:

120 g rohe TK Garnelen , geschält (NICHT AUFTAUEN!!!)
2 EL Koriander
1 rote Chili
circa 50 ml sehr kalte Sahne

Für die Soße:

1 Schalotte
150 ml Gemüsebrühe
60 ml Sahne
1-2 TL Currypulver
20 g kalte Butter


Zubereitung:

1. Für den Nudelteig einfach Mehl und Semolina vermengen und auf einer sauberen Arbeitsfläche zu einem keinen Berg auftürmen. Eine große Mulde in die Mitte drücken und die Eigelb, das Olivenöl und 4 EL kaltes Wasser hineingeben. Mit einer Gabel von der Mitte aus alles miteinander vermengen. Sobald die flüssigen Zutaten absorbiert sind, arbeitet man mit den Händen weiter. Je nachdem wie das Mehl beschaffen ist und wie groß die Eigelb waren, braucht man evtl. zusätzliches Wasser. Kneten bis ein glatter, elastischer Teig entstanden ist. In Klarsichtfolie wickeln und im Kühlschrank ruhen lassen.

2. Für die Füllung werden die Garnelen mit dem Koriander, der Chili, Salz, Pfeffer und der Sahne in einem Mixer zu einer Farce verarbeitet. Dabei sollten die Garnelen nicht zu fein gehackt werden. Im Kühlschrank aufbewahren bis der Nudelteig ausgerollt ist.

3. Die Schalotte fein würfeln und in etwas Butter oder Olivenöl dünsten. Brühe und Sahne dazugeben, mit Currypulver, Salz und Pfeffer würzen und abschmecken. Mit dem Zauberstab pürieren und mit der Butter binden. Zur Seite stellen.

4. Nudelteig ausrollen und füllen (für eine ausführliche Beschreibung wie das funktioniert, schaut euch bitte mein Rezept für Ravioli mit Ziegenkäsefüllung an). Einziger Unterschied: die Füllung wird hier nicht in eine Spritztüte gefüllt, sondern mit einem Teelöffel portioniert und auf dem Teig verteilt. 

5. Ravioli in siedendem Wasser circa 5 min garen. Soße mit dem Zauberstab aufschäumen und in tiefen Tellern mit den Ravioli servieren. 

Samstag, 22. Oktober 2016

Schokoladentarte mit Salzkaramell

Ich weiss, ich habe lange Zeit nichts gepostet und dafür möchte ich mich zunächst entschuldigen. Irgendwas war immer! Nachdem ich in letzter Zeit nun einige Anfragen hatte, wann es denn nun endlich mal etwas neues gibt, ist hier mein jüngstes Küchenexperiment.

Schokoladentarte mit Salzkaramell hört sich natürlich wahnsinnig süß an, ist es aber gar nicht. Das liegt vor allem daran, dass man für die Glasur nur dunkle Schokolade verwendet, die ja sehr herb ist und damit einen perfekten Ausgleich für das Karamell schafft. Das Rezept für dieses Dessert stammt von Donna Hay.




Zutaten:

Für den Boden:

280 g Mehl
50 g Kakaopulver
200 g kalte Butter
120 g Puderzucker
1 Eigelb


Für das Karamell:

250 ml Sahne
50 g Butter
330 g Zucker
125 ml Wasser
1 TL grobes Meersalz

Für die Schokoladenglasur:

150 g dunkle Schokolade
150 ml Sahne


Zubereitung:


1. Mehl, Kakaopulver und Zucker vermengen. Butter würfeln. Alles vermischen und mit den Fingerspitzen miteinander verreiben, bis eine krümmelige Konstistenz entsteht. Dabei zügig arbeiten, damit die Butter nicht zu weich wird. Das Ei und das Wasser dazugeben und (auch hier wieder zügig!) zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig in Klarsichtfolie wickeln und für mindestens 2h in den Kühlschrank legen.

2. Nach 2h Kühlzeit kann der Teig nun ausgerollt werden. Da der Teig sehr klebrig ist, gelingt dies am besten, wenn man den Teig zwischen zwei bemehlte Stücke Klarsichtfolie legt. Der Teig sollte recht dünn ausgerollt werden.

3. Den Teig in die gebutterte Form geben und leicht andrücken. Überstehende Ränder mit dem Messer abschneiden. Den Teig mit einer Gabel mehrfach einstechen und im Ofen bei 180°C circa 25 min backen (wer es mit dem Blindbacken ganz genau nimmt, bedeckt die Tarte während der ersten 15 min mit Backpapier und füllt die Form mit getrockneten Erbsen oder Linsen). 

4. Wenn der Teig gebacken ist, nimmt man ihn aus dem Ofen und lässt ihn etwas abkühlen. In der Zwischenzeit stellt man das Karamell her. Hierfür einfach Wasser und Zucker bei mittlerer Temperatur in einem kleinen Topf auflösen. Sobald der Zucker aufgelöst ist, wird die Temperatur hochgedreht, bis die Mischung kocht. 10-12 min kochen lassen, bis die Farbe hellbraun ist (aufpassen, Karamell verbrennt schnell und wird dann bitter). Dabei NICHT mehr umrühren. 

5. Den Topf mit dem Zucker vom Herd nehmen.  Butter, Sahne und Salz einrühren. Sobald alles gut vermischt ist, erneut auf den Herd stellen und weitere 2-3 min köcheln lassen. Kurz abkühlen lassen, dann wird der Karamell in die Tarteform gegossen. 1h im Kühlschrank kalt stellen (oder solange,  bis der Karamell fest wird).

6. Für die Ganache zunächst die Schokolade in sehr kleine Stücke hacken. Die Sahne kurz aufkochen und über die Schokolade gießen. Kurz warten und dann vermengen. Es sollte sich eine glatte, glänzende Schokoladenmasse bilden (kleiner Tip am Rande: falls die Ganache klumpig wird, einfach ein paar TL kaltes Wasser einrühren, das sollte das Problem beheben). Die Ganache wird nun auf dem Karamell verteilt. Weitere 1-2h kalt stellen. 

Die Tarte sollte auf keinen Fall kalt serviert werden, sondern muss 45 min vor dem Verzehr aus den Kühlschrank geholt werden.

Dienstag, 31. Mai 2016

Garnelen-Mango Curry

Das Garnelen-Mango Curry war der eigentliche Anlass für meine Idee, Wraps mit Garnelen, Mango und Avocado zu füllen - ich hatte wie immer zuviel eingekauft :-).Das Originalrezept stammt von Nigella Lawson.

Wie schon bei meinem Rezept für das rote Thai-Curry, habe ich auch hier Panang-Curry Paste verwendet. Diese kann, wie ich zuletzt feststellen musste, recht unterschiedlich scharf sein. Ich rate also erst mal mit 1 EL Paste je Dose Kokosmilch anzufangen. Nachwürzen kann man immer, aber wenn es einmal zu scharf ist, dann lässt sich das nur sehr schwerlich korrigieren.



Zutaten (für 2):

200 g mittelgroße TK-Garnelen (gegart und geschält)
200 g Süßkartoffel
1 Dose Kokosmilch
circa 1 EL rote Curry-Paste
1 mittelgroße Mango
1 EL Erdnussbutter
1 EL braunen Zucker
1 1/2 EL Fisch-Soße
Saft 1/2 Limette
5-6 Kaffir-Limettenblätter

Zubereitung:

1. Süßkartoffel schälen und in 1cm Würfel schneiden. In kochendem Salzwasser circa 7-10 min vorgaren. Abgießen und zur Seite stellen.

2. Curry-Paste in etwas Öl anbraten. Kokosmilch angießen und mit etwas Wasser verdünnen. Zum Kochen bringen und gut durchrühren, bis die Curry-Paste vollkommen aufgelöst ist. Erdnussbutter, Fisch-Soße, Limettenblätter und den Zucker dazugeben. Mit etwas Limettensaft und evtl. einer Prise Salz abschmecken. 

3. Süßkartoffeln in das Curry geben und köcheln bis sie weich sind. Garnelen und gewürfelte Mango dazugeben und kurz ziehen lassen. Mit Reis servieren. 

Sonntag, 15. Mai 2016

Chicken Tikka Masala

Curries habe ich hier in der Vergangenheit bereits vorgestellt, dieses Rezept stellt jedoch alles vorherige in den Schatten. Zugegebenermaßen ist das Ganze etwas aufwendiger und braucht eine gewisse Vorbereitungszeit, das Resultat aber ist es wirklich wert. Das Originalrezept stammt von Jamie Oliver und funktioniert (wie die meisten seiner Rezepte) einwandfrei.



Zutaten (für 4):

800 g Hähnchenbrustfilets
1 Dose Kokosmilch
400 g Dosentomaten
1 große Zwiebel
1 Bund Koriander
3 mittelgroße Zitronen
4 große grüne Pepperoni (alternativ grüne Chilis)
1 rote Chili
8 Knoblauchzehen
4 cm Stück Ingwer
6 EL Joghurt
1 TL gemahlene Nelken
3 TL Paprika edelsüß
1 TL Kreuzkümmel
2 TL Kurkuma
1 TL gemahlener Koriander 
3 TL Garam Masala
6 EL gemahlene Mandeln

5-6 Holzspieße

Zubereitung:

1) Am Abend vorher das Hähnchen in 5cm große Stücke schneiden. Nelken, Kreuzkümmel und jeweils  1 1/2 TL Paprika und Garam Masala in einer trockenen Pfanne circa 1 min toasten und danach mit dem Joghurt vermischen. Den Abrieb und Saft einer Zitrone dazugeben.  Vier Knoblauchzehen andrücken, den Ingwer reiben und beides zusammen mit 1 TL Salz unter den Joghurt mischen. Das Hähchen in die Marinade geben und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

2) Die Holzspieße eine gute Stunde in Wasser einweichen lassen. Die beiden verbliebenen Zitronen achteln. Die grünen Chilis bzw. die Peperoni viertelen, den restlichen Knoblauch, die rote Chili und die Zwiebel fein würfeln. Die Korianderstile und Blätter fein hacken.

3) Die Hähnchenstücke aus der Marinade nehmen und abwechselnd mit den Zitronen und grünen Chilis auf die Spieße stecken (ist eine ziemliche Sauerei, weil man unweigerlich überall Marinade verteilt!).

4) Für die Soße 1 EL Öl in einer tiefen Pfanne erhitzen. Die Zwiebel, den Knoblauch, die rote Chili und die Korianderstile dazugeben und bei mittlerer Hitze anschwitzen bis die Mischung weich ist und eine leicht goldene Farbe angenommen hat (circa 15-20 min). Nun gibt man die verbliebenen Gewürze dazu: 1 TL gemahlener Koriander, 2 TL Kurkuma und jeweils 1 1/2 TL Paprika und Garam Masala. Weitere 2 min rösten. Nun gibt man die Tomaten, die Mandeln, die Kokosmilch und circa 300ml Hühnerbrühe dazu. Alles gut durchrühren und 45 min langsam einkochen lassen. Die Konsistenz der Soße sollte recht dickflüssig sein.



5) Den Grill hochheizen. Die Spieße mit etwas Öl einpinseln und bei hoher Hitze 10 min grillen, dabei 1-2 Mal wenden. Das Fleisch und die Chilis vom Spieß schieben und in die Soße geben. 2-3 der gegrillten Zitronenstücke über der Soße ausdrücken und das Ganze mit dem gehackten Koriander bestreuen. 

Dazu sollte man auf jeden Fall Naan oder Reis, Raita und Mango Chutney servieren.

Sonntag, 17. April 2016

Schweden-Kartoffeln

Warum diese Zubereitung als "schwedische" Kartoffel bezeichnet wird, ist mir zwar ein Rätsel, aber lecker ist sie auf jeden Fall. Passt hervorragend zu jeglicher Art von Fleisch und Fisch, ist einfach und benötigt keinerlei extravaganter Zutaten. Ein Rezept ganz nach meinem Sinn!



Zutaten (für 4 Personen):

1 kg mittelgroße Kartoffeln (festkochend)
circa 75 g geschmolzene Butter

Zubereitung:

1. Kartoffeln gründlich waschen und abtrocknen.

2. Um die Kartoffeln einzuschneiden, legt man sie einfach direkt vor ein Schneidebrett (normale Stärke, nicht gerade das dicke Holzbrett) und schneidet sie dann mit einem Messer in circa 2mm dünne Scheiben. Das Brett verhindert dabei, dass das Messer ganz durchschneidet. Alternativ gibt es noch den Trick mit dem Löffel, bei dem man die Kartoffel in einen Löffel legt und dann so weit wie möglich einschneidet. Mit dem Brett geht es aber bedeutend schneller und einfacher. 


3. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Kartoffeln darauf verteilen. Großzügig mit der Butter einpinseln, dabei darauf achten, dass die Butter auch in die Zwischenräume gelangt. Mit groben Meersalz und Pfeffer würzen und bei 180°C Umluft in den Ofen schieben.

4. Die Kartoffeln brauchen 45 min und sollten zwischendurch noch 2-3 Mal mit Butter eingepinselt werden. 



Montag, 11. April 2016

Garnelen-Wraps mit Avocado und Mango

Seit einigen Wochen bevorzugt meine Tochter es, ihr Mittagessen mit in die Schule zu nehmen - das Kantinenessen lässt wohl sehr zu wünschen übrig. Nachdem ich mich lange Zeit gegen ihren Wunsch gesperrt hatte (schließlich ist es nicht ganz ohne, jeden Tag eine Mahlzeit zusätzlich zu zaubern!), habe ich mich nun überreden lassen, es zumindest einmal zu versuchen. Wraps sind natürlich ziemlich perfekt und dieser hier hat es uns momentan besonders angetan.



Zutaten (für 4 Wraps):

4 Tortillawraps
16-20 TK Garnelen (gegart und geschält)
1 Avocado
1 Mango
1 rote Paprika
1 Limette
2 EL Mayonnaise
Etwas Ruccola (optional)



Zubereitung:

Wraps mit Mayonnaise bestreichen und mit jeweils 4-5 Garnelen, einigen Spalten Avocado, Mango, Ruccola und Paprika belegen. Mit Salz und Pfeffer würzen, etwas Limettensaft darüber träufeln und einrollen. Damit das Ganze besser hält, wird der Wrap in Albfolie eingewickelt. 

Montag, 28. März 2016

Chinesisches Hähnchen mit Cashews


Stir-Fry ist immer praktisch, vor allem dann, wenn man nicht vorher hunderte von Zutaten schnippeln muss. Das Cashew-Hähnchen kennt wahrscheinlich jeder, zumindest steht es in fast jedem asiatischen Restaurant auf der Karte. Die Zutatenliste ist erfreulich kurz, also ein perfektes Essen für "unter der Woche". Ich habe mich für gebratenen Reis als Beilage entschieden, noch einfacher ist es natürlich normalen Reis zu nehmen. Beides passt wunderbar.


Zutaten (für 2):

400 g Hähnchenbrustfilet
1 Ei
1 TL Speisestärke
1/2 Kopf Brokkoli
2 Lauchzwiebeln
1 gute Handvoll Cashews
1 Knoblauchzehe
2 EL helle Sojasoße (die dunkle ist zu intensiv und zu salzig)
2 EL Reiswein
1 EL Sesam
Öl (Sesam oder Erdnuss)

Zubereitung:

1. Ei schlagen und mit der Speisestärke verrühren. Hähnchen in Streifen schneiden und dazugeben. Gut durchmischen und kurz zur Seite stellen.


2. Knoblauch fein hacken, Brokkoli-Röschen abtrennen, Lauchzwiebeln in feine Ringe schneiden. 

3. Brokkoli 1-2 min in Salzwasser blanchieren. Zur  Seite stellen.

4. Etwas Öl in einem Wok erhitzen und das Hähnchen portionsweise darin anbraten. Dabei ist es extrem wichtig (!!!!), das Hähnchen wirklich nur ganz kurz scharf anzubraten - es sollte von außen etwas Farbe bekommen, aber mehr nicht. Auf keinen Fall darf man zuviel Fleisch auf einmal in den Wok geben, dann fängt es an zu kochen und wird hart. 

5. Das angebratene Hähnchen zur Seite stellen. Den Wok wieder auf den Herd stellen.  Knoblauch und Frühlingszwiebeln  scharf anbraten, Brokkoli, Cashews und das Fleisch dazugeben. Alles gut durchmischen. Sojasoße und Reiswein dazugeben und weitere 2-3 min garen. 

6. Mit Sesam bestreuen und servieren.

Mittwoch, 9. März 2016

Fisch im Bierteig

Fish & Chips kennt man ja aus England - dann gerne in Zeitungspapier serviert und mit reichlich Essig begossen. Essig ist jetzt nicht so mein Geschmack, ich bevorzuge dann doch etwas Zitronensaft, aber Fish & Chips ist tatsächlich ein perfektes schnelles Abendessen. Und wer jetzt Sorge hat, dass es sich hier um fett-triefende Fischstäbchen handelt - weit gefehlt. Der Teig wird wunderbar knusprig und sorgt dafür, dass der Fisch in seiner Umhüllung schön zart bleibt.


Zutaten (für 2-3):

500 g Kabeljau
75 g Mehl
75 g Speisestärke
1 1/2 TL Backpulver
100 ml Bier (ich würde eine Sorte empfehlen, die nicht so bitter ist)
100 ml Mineralwasser mit Kohlensäure
1 TL Kurkuma
1 Zitrone
1 l Pflanzenöl zum Ausbraten

Zubereitung:

1. Mehl, Speisestärke, Backpulver, Kurkuma und eine Prise Salz vermengen. 2 TL der Mischung auf einen flachen Teller geben. Den Rest mit Bier und Wasser vermischen bis alle Klümpchen aufgelöst sind.

2. Öl in eine tiefe Pfanne geben und erhitzen. Das Öl sollte nicht rauchen, aber so heiß sein, dass sich Bläschen bilden, wenn man etwas von dem Teig hineingibt.

3. Fischfilet waschen und trockentupfen. Mit Salz und Pfeffer würzen und in circa 2cm breite Streifen schneiden. Im Mehl-Gemisch wenden, durch den Teig ziehen und sofort in das heiße Fett geben (in meiner Pfanne kann ich bequem vier Stücke gleichzeitig garen). 6 min backen, dabei einmal wenden.

4. Den fertigen Fisch auf etwas Küchenkrepp austropfen lassen und warm stellen bis alle Stücke fertig sind. Zum Servieren mit etwas Zitronensaft beträufeln. 

Dazu passen Pommes und Butter-Erbsen.


Mittwoch, 17. Februar 2016

Schokoladentörtchen mit flüssigem Kern

Momentan mein absolutes Lieblingsdessert. Ich glaube es gibt niemanden, der diese Törtchen nicht mag und einfach herzustellen sind sie auch noch.  Den Teig kann man gut vorbereiten und einfach stehen lassen, bis man soweit ist. Die Backdauer ist leider recht unterschiedlich, je nachdem welche Förmchen man verwendet und wie heiß der Ofen wird (ist ja nicht immer gleich). Ich habe diese Törtchen einmal in Servierringen mit einem Durchmesser von 6cm und einmal in kleinen Silikon-Muffinförmchen gebacken. In den Servierringen brauchten sie 12min, in den Muffinförmchen nur 10-11min. Im Notfall sollte man sie lieber früher rausholen - wenn der weiche Kern etwas größer ist, ist das nicht so schlimm. Besser so, als komplett durch.



Zutaten (für circa 6-8 Stück):

100 g dunkle Schokolade (mindestens 70%)
160 g Zucker
4 Eier
160 g Butter
70 g Mehl

Zubereitung:

1) Schokolade und Butter in einem Wasserbad langsam schmelzen.

2) Eier und Zucker mit dem Handrührer schaumig schlagen. Schokoladenmasse dazugeben und das Mehl unterrühren. Fertig ist der Teig!

3) Den Teig kann man nun entweder in Muffinförmchen füllen (dann erreicht er für circa 8 Stück) oder in Servierringe füllen, die man auf ein Backblech mit Backpapier stellt. Da diese Ringe meistens etwas größer sind, reicht die Teigmenge für circa 6 Stück.
4) Im Ofen bei 200°C backen - die kleineren Muffinförmchen circa 9min, die größeren Servierringe brauchen in meinem Ofen circa 11min. WICHTIG: die Törtchen müssen noch weich sein, wenn man sie rausholt. Da sie ja zunächst noch heiß sind, garen sie etwas nach. Also bitte nicht warten bis der Teig fast durch ist. 

5) Schokoladentörtchen kurz etwas abkühlen lassen und dann mit Eis oder Beeren servieren. 

Freitag, 5. Februar 2016

Zitronen-Sirup Kuchen

Zitronenkuchen sind ja generell eher unterschätzt. In Zeiten von "The Great British Bake Off" (wer diese Sendung noch nicht gesehen hat, sollte dies im Übrigen SOFORT nachholen!), schämt man sich ja fast, einen so einfachen und simplen Kuchen zu präsentieren. Zumal Zitronenkuchen, ähnlich wie Marmorkuchen, gerne nachgesagt wird, trocken zu sein. Dieses Risiko geht man mit hier nicht ein - nach dem Backen wird der Kuchen in Zitronen-Sirup ertränkt. Ganz abgesehen davon, dass der Sirup den zitronigen Geschmack des Kuchens auf eine ganz neue Ebene bringt, sorgt er auch dafür, dass er schön feucht bleibt.



Zutaten (reicht für eine große Kastenform):

3 Zitronen
350 g Mehl
350 g Zucker
250 g weiche Butter
300 g Puderzucker
4 Eier
8 EL Milch
3 TL Backpulver
Prise Salz
2 EL Mohn (optional)

Zubereitung:

1. Butter und  Zucker schaumig schlagen. Eier und den Abrieb von drei Zitronen unterrühren. Mehl, Backpulver, Salz, Mohn und Milch dazugeben und alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Eine Kastenform fetten und den Teig hineingeben. Bei 180°C circa 45 min backen.

2. In der Zwischenzeit den Saft von zwei Zitronen mit 150g Puderzucker in einem Topf erwärmen, bis der Zucker vollkommen aufgelöst ist. Zur Seite stellen.

3. Den fertigen Kuchen aus dem Ofen nehmen und mit einem langen Holzstäbchen wiederholt einstechen. Den Sirup über den warmen Kuchen gießen.

4.  Für das Icing, den Saft einer  Zitrone mit 150g Puderzucker verrühren und auf dem abgekühlten (!) Kuchen verteilen.

Rezept adaptiert von: Bakeandthecity

Montag, 4. Januar 2016

Süßkartoffelsuppe mit Sumak

Das neues Jahr hat begonnen und alle sind auf Diät - oder zumindest auf der Rückkehr zur normalen Ernährung. Dazu ist es auch noch kalt geworden und das Wetter ist eklig....das Kochen von großen Töpfen Suppe drängt sic also geradezu auf.  Ich gehöre jetzt nicht unbedingt zu den Menschen, die sich jeden Abend mit einem Teller Suppe begnügen (genauso wie ich nie verstanden habe, wie man von einem Salat satt werden soll), aber hier und da passt Suppe einfach. Das Rezept für diese Suppe habe ich aus einer englischen Zeitung und sie ist nicht nur extrem lecker, sondern auch einfach mal etwas anderes. Sumak bekommt man übrigens im Asialaden oder beim Türken.




Zutaten (für 4):

500 g Süßkartoffel
1 mittelgroße Zwiebel
1 rote Chili
2 Knoblauchzehen
400 g reife süße Tomaten (ich habe Rispentomaten verwendet)
1l Gemüsebrühe
1 TL Sumak
1/2 Bund frischen Koriander  
circa 250 ml Granatapfelsaft (ich habe ihn in der Frischetheke im Supermarkt gefunden) 
2 EL Sahne
1 Limette

Zubereitung:

1. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Chili halbieren, die Kerne entfernen und ebenfalls fein würfeln. Alles zusammen mit dem Sumak in etwas Öl (ich habe Kokosöl verwendet) anschwitzen bis die Zwiebeln glasig sind.

2. Süßkartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Tomaten vierteln. Beides in den Topf geben und die Brühe angießen. Aufkochen und circa 20 min langsam köcheln lassen bis die Kartoffeln weich sind. 

3. In der Zwischenzeit den Granatapfelsaft in einen kleinen Topf geben und bei großer Hitze einkochen bis ein dicklicher Sirup entstanden ist. Zur Seite stellen.

4. Die Suppe mit dem Zauberstab fein pürieren und 1-2 EL Granatapfelsirup unterrühren. Mit Salz abschmecken.

5. Zum servieren mit gehacktem Koriander und etwas Sahne dekorieren (der Koriander ist hier allerdings mehr als nur Dekoration, er passt geschmacklich hervorragend zu der Suppe und sollte auf jeden Fall verwendet werden). 

Freitag, 4. Dezember 2015

Hackbraten im Blätterteigmantel

Hackbraten ist eindeutig ein Herbst/Wintergericht und dazu noch "comfort food" vom Feinsten. Wie ja mittlerweile hinreichend bekannt sein dürfte, bin ich ein großer Blätterteig-Fan, dieses Rezept war also wie für mich gemacht. Im Original wird der Hackbraten mit einer Pilzfarce (ähnlich wie beim Beef-Wellington) unterlegt, aber wenn ich ehrlich bin, kann man sich die Mühe auch sparen. Schmeckt nicht schlecht, ist aber den Aufwand nicht wert. Der Hackbraten kommt auch ohne die Pilze ganz hervorragend aus. Zusätzliches Plus: die Reste kann man am nächsten Tag wunderbar einfach aufwärmen (wobei ich empfehle vorher den Blätterteig zu entfernen, der wird matschig). Das Originalrezept stammt von Essen & Trinken, ist hier allerdings etwas abgewandelt/vereinfacht.

(Wer im Übrigen etwas kreativer sein möchte, könnte das gemischte Hackfleisch auch durch Lammhack ersetzen und anstatt des Parmesans Fetakäse verwenden.)


Zutaten
:

400 g Rinderhack
400 g gemischtes Hackfleisch
2 trockene Brötchen vom Vortag
2 Schalotten
2 Knoblauchzehen
1 TL Thymian (getrocknet)
150 ml Sahne
2 Eier
2 EL Worcestershiresauce
2 EL Tomatenmark
60 g fein geriebener Parmesan
1 Rolle fertigen Blätterteig
1 Eigelb 
Salz & Pfeffer 

Zubereitung:

1. Schalotten und Knoblauch fein hacken und in einer Pfanne in etwas Olivenöl circa 5 min anschwitzen. Thymian untermischen und die Sahne angießen. Aufkochen und zur Seite stellen.

2. Brötchen fein würfeln und mit der Schalotten-Sahne übergießen. 10 min einweichen lassen.

3. Fleisch mit einer ordentlichen Prise Salz, frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer, Tomatenmark, Worcestershiresauce, Eiern, Parmesan und den eingeweichten Brötchen gründlich vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Die Fleischmasse auf einem Backblech (mit Backpapier ausgelegt) zu einem Hackbraten formen (circa 25 cm Länge) und im vorgeheizten Ofen bei 200°C (keine Umluft) 20 min garen.



5. Auf einem anderen Backblech (ebenfalls mit Backpapier ausgelegt), den Blätterteig ausbreiten und in der Breite etwas ausrollen. Den Blätterteig an den Längsseiten in Streifen shneiden: die Streifen sollten circa 3 cm breit und 8 cm lang sein (wichtig ist, dass die Teigfläche in der Mitte noch groß genug ist, um den Hackbraten daraufzulegen). Das Eigelb mit 2 EL kaltem Wasser vermischen und den Blätterteig damit bestreichen.

6. Den vorgegarten Hackbraten auf den Blätterteig legen und die Streifen über der Hackmasse drapieren. Teigreste kann man zustätzlich in die Mitte längs über den Braten legen (siehe Bild). Den Teig von außen mit den restlichen Eigelb bestreichen.

7. Den Hackbraten weitere 35 min im Ofen garen (hierbei kann man nun auf 180°C Umluft umsteigen). Sollte der Teig zu dunkel werden, einfach mit etwas Backpapier abdecken. 


Samstag, 7. November 2015

Hot Chocolate Fudge Sauce

Diesen Titel kann man einfach nicht übersetzen, denn ein einfaches "Schokoladensoße" würde dieser Kreation in kleinster Weise gerecht werden. Chocolate Fudge ist ein amerikanischer Favorite und wird vor allem verwendet um dekadente "Ice Cream Sundaes" zu machen, ein Traum aus Vanilleeis, Karamell, Sahne und (natürlich) Chocolate Fudge. Rezepte gibt es wie Sand am Meer, dieses hier, von The Browneyed Baker, hat den Charme, dass es sehr einfach herzustellen ist. Die Angaben sind dieses Mal in Cups und ich kann jedem nur empfehlen sich bei Gelegenheit einen Satz dieser praktischen Messtöpfchen zuzulegen. Das erspart einem das nervige Umrechnen :-)



Zutaten (ausreichend für circa 6-8 Eisbecher):

2/3 cup Sahne (hier sollte man sogenannte "Heavy Cream" benutzen, die 30-40% Fettanteil hat - alternativ eignet sich wahrscheinlich eine Mischung aus Sahne und Creme Fraiche)
1/2 cup ml Ahornsirup(*)
4 EL Zucker
1/3 cup Brauner Zucker
1/4 cup Kakaopulver (ungesüßt)
170 g dunkle Schokolade
2 EL Butter
1 Prise Salz

Zubereitung:

1) Alle Zutaten mit Ausnahme von circa 80 g der Schokolade und der Butter in einen Topf geben und langsam zum Kochen bringen. Temperatur reduzieren und weitere 5 min köcheln lassen. 

2) Den Topf vom Herd nehmen und die verbleibende Schokolade und die Butter unterrühren bis beides geschmolzen ist. In Gläser füllen und abkühlen lassen.

3) Vor der Verwendung aufwärmen.

(*) Eigentlich wird in dem Rezept Golden Syrup verwendet, den man bei uns leider nur schlecht bekommt. Ich habe hier Ahornsirup und etwas Zucker genommen (der Ahorsirup ist nicht so süß wie Golden Syrup). Wer den Syrup bekommt, lässt also einfach die 4 EL Zucker weg. 

Sonntag, 11. Oktober 2015

Ziegenkäsetarte mit Feigen

Eine geniale Vorspeise! Feigen und Ziegenkäse bilden eine perfekte Kombination. Der Serano-Schinken fügt dem Ganzen eine gewisse Würze hinzu, Vegetarier können ihn aber auch einfach weglassen ohne dem Gericht gravierenden Schaden hinzuzufügen.



Zutaten:

Für den Teig:

300 g Mehl
150 g kalte Butter (in kleine Würfel geschnitten)
1/2 TL Salz
2 Eigelb

Für die Füllung:

250 g Creme Fraiche
3 Eier
1 Rolle Ziegenkäse
4 Feigen
4 Scheiben Serano-Schinken
Salz, Pfeffer
1 TL frisch gehackten Thymian (optional)

Außerdem:

Linsen (o.Ä.) und Backpapier zum Blindbacken

Zubereitung:

1. Für den Teig alle Zutaten in einer Schüssel vermischen und zügig zu einem glatten Teig verarbeiten. Das ist am Anfang nicht so ganz einfach, da der Teig zunächst sehr trocken wirkt. Sobald die Butter anfängt etwas wärmer zu werden, gibt sich das aber von alleine. Hier ist allerdings Vorsicht geboten: der Teig darf auf keine Fall zu lange geknetet werden, sonst wird er hinterher nicht so schön mürbe. Also schnell und zügig arbeiten und aufhören zu kneten sobald der Teig zusammenkommt. Den Teig zu einem flachen Kreis formen, in Klarsichtfolie einwickeln und für mindestens 1h in den Kühlschrank legen.

2. Wenn der Teig geruht hat, aus dem Kühlschrank holen und circa 10 min etwas aufwärmen lassen (sonst kann man ihn nicht ausrollen). Nun gibt man den Teig zwischen zwei Schichten Klarsichtfolie und rollt in dünn aus. Natürlich kann man das auch mithilfe von Mehl und ohne Klarsichtfolie machen, aber es ist wesentlich einfacher den Teig in die Quiche-Form zu transportieren, wenn ihr den Teig auf Folie ausrollt. Die Quiche-Form mit Butter bestreichen und den Teig in die Form geben. Am Rand andrücken und überstehenden Teig mit dem Messer abschneiden. Den Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen (das verhindert, dass sich Luftblasen bilden). 

3. Nun zum Blindbacken. Der Sinn des Blindbackens ist es, sicher zu stellen, dass der Teig beim Backen der Quiche nicht durchweicht, sondern schön trocken ist. Zum Blindbacken belegt man zunächst den Teig mit Backpapier (wenn man das Backpapier vorher einmal zusammenknüllt, lässt es sich hinterher einfacher handhaben) und füllt die Form dann mit Linsen o.Ä.. Dann wandert das Ganze für 10 min bei 180°C in den Ofen. Abkühlen lassen, Backpapier und Linsen entfernen. 

4. Ist der Teig abgekühlt, geht es mit der Füllung weiter. Hierfür einfach die Eier und die Creme Fraiche mit etwas Salz und Pfeffer vermischen und in die Form gießen. Nicht wundern, wenn es zunächst so wirkt, als wäre die Quiche nur halbvoll, das ändert sich gleich. Nun gibt man den Ziegenkäse (ich habe die Rolle der Länge nach geviertelt und das Ganze dann in Stücke geschnitten), den Schinken und die Feigen (geviertelt) dazu. Mit dem Thymian bestreuen und bei 180°C 35-45 min backen, bis die Oberfläche der Tarte etwas Farbe angenommen hat und die Flüssigkeit gestockt ist. 

5. Den Quiche serviert man am besten lauwarm. 

Das Rezept ist eine Adaption von: http://baketotheroots.de/de/

Sonntag, 20. September 2015

Schnelle Mini-Würstchen-Wellingtons

Dieses Rezept war ein Zufallsprodukt. Eigentlich stand an dem Abend Schweinefilet in Blätterteig auf dem Menü, ich brauchte aber noch etwas für die Kinder und dabei sind diese kleinen Leckereien herausgekommen. Die Pilz-Speck-Zwiebel Masse hatte ich ohnehin schon fertig, der Spinat war schnell gemacht und für die Fleischfüllung habe ich einfach den Inhalt von zwei groben Bratwürstchen verwendet. Das Ganze könnte ich mir auch gut als Hauptspeise für die Erwachsenen vorstellen, oder auch, vielleicht in Miniaturform, als Canape für die nächste Party.



Zutaten (für 2):

Blätterteig (ich habe hier ungefähr die Hälfte einer frischen Blätterteigrolle verwendet)
2 Handvoll brauner Champignons
3 Scheiben Bacon
1 mittelgroße Zwiebel
1 Ei
2 grobe Bratwürstchen, ausgelöst
cira 4 EL TK Spinat (aufgetaut)
2 EL Sahne
1 Schuss Weißwein 
1/2 TL Thymian

Zubereitung:

1. Zwiebel, Pilze und Bacon fein (!) würfeln. Den Bacon scharf abraten bis er etwas Farbe angenommen hat. Dann die Zwiebeln dazugeben. Sobald die Zwiebeln weich sind, kommen die Pilze hinzu. Mit einer kleinen Prise Salz, frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und dem Thymian würzen. Nach ein paar Minuten den Wein dazugeben und warten bis die Flüssigkeit verkocht ist. Zuletzt kommt die Sahne dazu. Einige Minuten später sollte diese ebenfalls absorbiert sein und eine recht dicke Masse entstanden sein. Auf einen Teller geben und um Abkühlen zur Seite stellen.

2. Die restliche Zwiebel in etwas Butter anschwitzen und den Spinat dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Ebenfalls zum Abkühlen zur Seite stellen.





3. Nun rollt man den Blätterteig aus und schneidet ihn in 2 gleichmässige Rechtecke (circa 20x10cm). Die Würstchenmasse darauf verteilen und mit jeweils 1-2 EL Pilzmasse und Spinat belegen. Die Ränder des Blätterteigs mit dem Eiweiß bepinseln und so einklappen, dass in der Mitte eine Öffnung bleibt. 

4. Den Teig von außen mit Eigelb bestreichen und die Mini-Wellingtons bei 180°C Umluft 20 min backen.




Montag, 14. September 2015

Himbeer-Trifle-Traum

Dieses Dessert-Rezept kann ich gar nicht genug anpreisen. Es ist einfach, geht wahnsinnig schnell, man bekommt alle Zutaten im Supermarkt um die Ecke und es mach auch noch was her. Oh, und meinen Gästen hat es so gut geschmeckt, dass am Ende des Abends tatsächlich die ganze Schüssel komplett leer war.



Zutaten:

900 g TK Himbeeren
500 g Marscarpone
500 ml Joghurt (mindestens 3,5%)
1 Becher Sahne
1 Paket Vanillezucker
circa 5 EL Zucker
1 Limette
1 Paket "Wiener Boden" von Lieken Urkorn

Zubereitung:

1. Himbeeren aus dem Tiefkühlfach nehmen, auf einem Blech ausbreiten und mit 1 EL Zucker bestreuen. Zur Seite stellen bis die Himbeeren angetaut sind. 

2. Mascarpone mit dem Joghurt, dem Vanillezucker und dem restlichen Zucker vermischen. Den Abrieb der Limette und 1-2 EL Limettensaft dazugeben. In einer separaten Schüssel die Sahne steif schlagen und vorsichtig unter die Mascarpone-Joghurt Creme heben. Abschmecken.

3. Den Trifle in einer Schüssel schichten. Dabei empfehle ich die Tortenböden nicht direkt auf die Himbeeren zu legen, sondern immer eine Schicht Creme dazwischen zu geben (der Tortenboden saugt sich sonst mit dem Himbeersaft voll, was nicht so schön aussieht). Also: Himbeeren, Creme, Tortenboden, Creme, Himbeeren, Creme, Tortenboden, usw. Die oberste Schicht sollte aus Himbeeren bestehen. 

4. Den fertigen Trifle 1-2 Stunden in den Kühlschrank stellen.


Montag, 31. August 2015

Peanutbutter Cookies: auf in die nicht-mehr-Bikini-Zeit!

Erdnussbutter spaltet die Gemüter ja etwas. In den USA ist sie quasi allgegenwärtig, in Europa eher selten. Das liegt meiner Meinung nach auch daran, dass ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten hierzulande vollkommen unterschätzt werden. Dabei kann Erdnussbutter wesentlich mehr als den schnöden P&J Sandwich. Unter anderem habe ich sie schon als Salatdressing und als Basis für leckere Soßen verwendet. Heute bin ich etwas klassischer unterwegs: Gordon Ramsay's Keksvariante des P&J Sandwich. Macht nicht unbedingt schlank, aber ab morgen soll es ja eh kälter werden :-)



Zutaten (für 30 Kekse):

185 g Mehl (gesiebt)
1 TL Backpulver
1 Prise Meersalz
125 g weiche Butter
325 g Erdnussbutter (ohne Stückchen)
185 g braunen Zucker
3 EL Milch
1 Vanilleschote
1 Ei
circa 100 g Himbeermarmelade

Zubereitung:

1. Ofen auf 180°C vorheizen.

2. Mehl, Backpulver und das Salz in einer Schüssel vermischen.

3. Butter, 200 g Erdnussbutter und den Zucker mit dem Handrührgerät so lange mixen, bis die Mischung eine cremig, leichte Konsistenz erreicht hat. 

4. Die Milch, das Ei und das ausgekratzte Vanillemark unterrühren. Dann langsam die Mehlmischung dazugeben. 

5. Den Teig in 30 Portionen teilen und mit bemehlten Händen circa walnussgroße Kugeln formen. Leicht flach drücken und auf ein Backblech mit Backpapier legen.

6. Mit den Zeigefinger eine Mulde in der Mitte der Kekse formen und mit jeweils 1/2 TL Erdnussbutter und 1/2 TL Himbeermarmelade füllen.

7. Die Kekse in den vorgeheizten Ofen geben und circa 12-15 min backen. Dabei sollte man darauf achten, dass die Kekse noch etwas weich sein, wenn man sie aus dem Ofen nimmt - lässt man sie zu lange drin, verlieren sie ihre weiche, krümelige Konsistenz. 

Sonntag, 16. August 2015

Shakshouka: Eier aus der Hölle

Shakshouka ist ein Rezept, dass aus dem Mittleren Osten stammt und sich perfekt für ein schnelles Feierabend-Essen eignet. Die Zutaten sind überschaubar und eigentlich überall erhältlich. Wichtig ist nur, dass man wirklich gute und vor allem reife Tomaten verwendet. Und zwar nicht die Variante, die zu 90% aus Wasser bestehen, sondern fleischige Coeur de Boeuf Tomaten. Dazu serviert man einfach etwas Baguette oder (meine Präferenz) ein gutes dunkles Vollkornbrot.



Zutaten (für 2):

800 g Ochsenherztomaten
1 Knoblauchzehe
1 rote und eine grüne Paprika
150 g Zwiebeln
1 rote Chili
1/2 Bund glatte Petersilie
1 handvoll schwarzer Kalamata Oliven (entkernt)
1 TL Kreuzkümmel (gemahlen)
1 TL Kurkuma
1 TL Paprika edelsüß
1/4 TL Zimt (gemahlen)
4-5 Freiland Eier
Salz 
Peffer
Olivenöl

Zubereitung:

1. Zwiebeln und Paprika in feine Streifen schneiden. Knoblauch würfeln, Chili in dünne Ringe schneiden. Alles in etwas Olivenöl in einer beschichten Pfanne anbraten, bis das Gemüse beginnt weich zu werden (circa 5 min).


2. Gewürze (Kreuzkümmel, Kurkuma, Paprika, Zimt, eine ordentliche Prise Salz und frisch gemahlenen Pfeffer) dazugeben und gut unterrühren. In der Zwischenzeit die Tomaten grob würfeln und ebenfalls in die Pfanne geben. 

3. Das Ganze muss nun circa 20 min bei mittlerer Hitze eingekocht werden, bis eine dicke, stückige Soße entstanden ist. Mit Salz, Pfeffer und evtl. etwas Zucker oder Honig abschmecken. Sollte die Soße nicht scharf genug sein, einfach mit etwas Chilipulver nachhelfen.


4. Nun formt man mithilfe eines Löffels nacheinander 4-5 Mulden in die Soße und gibt die Eier hinein. Diese lässt man nun bei mittlerer Hitze stocken, bis dass Eiweiß fest ist, das Eigelb aber weiterhin weich ist (circa 5 min). Man kann den Deckel schließen, um den Process zu beschleunigen, das führt aber leicht dazu, dass auch das Eigelb fest wird. 

5. Petersilie und Oliven grob hacken und auf den Eiern verteilen.



Rezept von www.chocolateandzucchini.com